Das katholische "Gloria - Ehre sei Gott"
Ehre sei Gott in der Höhe
und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade.
Wir loben dich,
wir preisen dich,
wir beten dich an,
wir rühmen dich und danken dir,
denn groß ist deine Herrlichkeit.
Herr und Gott, König des Himmels,
Gott und Vater, Herrscher über das All.
Herr, eingeborener Sohn, Jesus Christus,
Herr und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters,
du nimmst hinweg die Sünde der Welt: erbarme dich unser;
du nimmst hinweg die Sünde der Welt: nimm an unser Gebet;
du sitzt zur Rechten des Vaters: erbarme dich unser.
Denn du allein bist der Heilige,
du allein der Herr,
du allein der Höchste: Jesus Christus
mit dem Heiligen Geist,
zur Ehre Gottes des Vaters. Amen.
Das „Gloria in excelsis Deo“ – wörtlich: „Ehre sei Gott in der Höhe“ – ist eines der ältesten und festlichsten Gebete der Christenheit. Es geht zurück auf den Engelruf aus Lukas 2,14, als die Engel den Hirten die Geburt Jesu verkündeten.
Schon im 2. Jahrhundert lassen sich Formen dieses Lobgesangs belegen, ursprünglich in griechischer Sprache. Das „Gloria“ entwickelte sich zum feierlichen Hymnus im Gottesdienst, insbesondere an Sonn- und Festtagen.
Es wurde im 4. Jahrhundert Bestandteil der römischen Liturgie, zuerst nur von Bischöfen an Hochfesten gesungen – später auch von Priestern und in jeder feierlichen Messe.
Das Gebet ist kein Bittgebet, sondern reiner Lobpreis: eine Hymne an die Dreifaltigkeit, ein Stück liturgischer Poesie – getragen vom Staunen über die Größe Gottes.
Im katholischen Gotteslob findet sich das Gloria auch als Liedfassung, zum Mitsingen in der Gemeinde – etwa unter der Nummer 169 („Gloria, Ehre sei Gott“), oder in anderen Fassungen je nach Regionsteil.