Hoffnung und Freude
Es gibt viele Gründe, sich direkt an Gott zu wenden. Oft sind es Klagen, vielfach aber - das sollten wir häufiger bedenken - Dankgespräche.
Denn wer mit Gott lebt, wem Jesus ein täglicher Begleiter ist, wer den Kontakt mit den Engeln sucht oder erlebt hat, der ist von tiefstem Herzen dankbar.
Und spricht zu Gott, spricht zu Jesus wie zu einem göttlichen Freund und Begleiter.
Das Gespräch kann voller Hoffnung sein, voller Dank und Freude im Angesicht göttlicher Gnade. Ein paar kleine Beispiele hier sollen einfach anregen.
Wenn wir uns verirren:
Was Du geschaffen
Du schufst der Himmel Blau,
Du schufst der Rosen Weiß.
Du schufst die Luft, den Tau
und auch die Stimmen leis.
Nun gib, Herr, doch uns Menschen
Dein Werk zu sehen, Mut.
Zu wahren und zu pflegen,
was Du geschaffen gut.Du schufst der Kinder Lachen,
Du schufst der Mütter Lieb.
Du schufst die Kraft der Väter,
und gabst Dein Wort, das blieb.
Nun send', Herr, doch uns Menschen
zu Dir zu stehen, Kraft.
Zu nennen Deinen Namen,
der Wundertaten schafft.Du schufst der Frauen Schönheit,
Du gabst uns Brot und Wein.
Du gabst uns auch die Freiheit,
doch Freiheit ist ein Stein –
an dem sich manche stoßen,
die sie nicht recht verstehn.
Gib’ allen, Herr, die Weisheit
den richt’gen Weg zu gehn.
Wenn wir uns verirren:
Wenn wir uns verirren, Herr, wer führt uns dann zurück?
Wer führt uns auf den rechten Weg,
den Weg zurück ins Glück?Wenn wir nicht sind, wie wir es uns gedacht?
Wer führt uns wieder heimwärts,
wer hat dann Lieb’ mit uns,
wer gibt dann auf uns Acht?Wenn wir vor Sünd erstarren
vor Deinem heil’gen Namen
Wer sagt dann, „doch, ich lieb’ Dich
und ich vergeb’ Dir, Amen?"
Wie alles sich doch fand:
Herr, schau, was mir gelungen
durch Gnade Deiner Hand.Wie alles sich fand
wie alles durchdrungen
vom Segen, unter dem ich stand.Denn Glück mag ich’s nicht nennen.
Es war ja soviel mehr.
Herr, ohne Dich zu preisen
wäre mein Leben leer.
Du gabst mir, Herr::
Du gabst mir, Herr, die Liebsten
die mir das Leben sind.
Die mir die Tage retten,
bei denen Trost ich find.Drum dank ich Dir von Herzen,
mehr als die Worte sagen.
Mehr als ein Vers kann singen,
mehr als ein Klang kann tragen.Halt Deine Hand des Segens
auf mir auch fürderhin.
So dass auf allen Wegen
ich ganz geborgen bin.
Die Modernisten:
Sie furchen die Stirne
sie grübeln gar tief.
Sie wissen genau
was nicht geradeaus lief.Und warum wir jetzt ganz von vorne beginnen
sollten, um dadurch das Heil zu gewinnen.Sie wollen das Beste
und klären uns auf.
Sie zeigen uns Wege
uns Wege zuhaufDoch stehn sie auf schauderhaft dünnem Eis.
Denn sie geben die Wahrheit des Wortes preis.
Mein Gewicht:
Als mir das Liebste genommen,
als jede Hoffnung abhanden gekommen.
als dunkel strahlte selbst das Licht -
Herr, Du verließt mich nicht.Als meine Gedanken im Kreis sich drehten
und jeden Anflug von Glück verwehten.
Als Trauer und Leid furchten mein Gesicht -
Herr, Du verließt mich nicht.Als dann aus des Himmels heiterem Blau
die Sonne strahlte, da wusst’ ich genau:
Du warst ja da – es war mein Gewicht,
das mich drückte. Denn Du, Herr, Du verlässt mich nicht.