Als wären sie nicht da. Was ist mit unseren Armen und Bedürftigen?
Wir retten die Welt! Wir haben Geld im Überfluss. Für Waffen, für "Kriegstüchtigkeit", für ungesteuerte Zuwanderung, für den Unterhalt Fahnenflüchtiger.
Gleichzeitig sammeln Rentner in Mülleimern Pfandflaschen, gehen - wenn überhaupt - verschämt zu Angeboten von Caritas, "Tafeln" oder Angeboten der Diakonie.
Altersarmut wird seit Jahren diskutiert, geschehen ist wenig. Wohin verschwinden die Abermilliarden unseres Haushalts? Wann erreicht uns ein spürbarer Nutzen aus den verschenkten und vordergründig "verliehenen" Summen?
Haben wir - hat der einfache Bürger - überhaupt je etwas davon? Etwas Greifbares, etwas Fühlbares? Spricht man diese Ungleichheit zwischen Außen- und Innenfinanzierung an, kommt gerade aus christlichen Lagern der Einwand der Nächstenliebe.
Ja, richtig. Aber Nächstenliebe bedeutet nicht Selbstvernachlässigung.
Paulus schreibt explizit: „Lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen“ (Gal 6,10).
oder im ersten Timotheusbrief 5,8:
„Wenn aber jemand für die Seinen und besonders für seine Hausgenossen nicht sorgt, so hat er den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger.“:
Wer seine Verantwortung gegenüber den eigenen Alten und Bedürftigen vernachlässigt, erfüllt den Auftrag der Nächstenliebe nicht – er missversteht ihn.