Ruf zur Stärke
Wie wohlfeil doch die Worte sind! Sie kleiden uns gut, sie täuschen uns fein!
Doch während die Stimmen der Hirten sich in Seide kleiden, schwärzen Flammen unser Fundament.
Wenn das Böse keine Grenzen mehr kennt, werden Worte alleine den Glauben nicht retten!
Dann werden Worte zu Schwertern, und Schwerter werden aus Worten.
Was fürchten wir denn?
Wir müssen sie nicht fürchten, die Stärke der Ungläubigen!
Fürchten sollten wir die Schwäche unseres Glaubens.
Wir müssen es nicht fürchten, das Geschrei der Ungläubigen.
Fürchten sollten wir das ängstliche Tuscheln der Freunde.
Wie wohlfeil doch die Worte sind! Sie kleiden uns gut, sie täuschen uns fein.
So sprechen wir, als ruhe der Dämon in tiefem Schlaf.
Leise, nur leise, ihn nur nicht zu wecken...
WACHT AUF! Der Dämon ist längst erwacht.
Und Worte in Seide halten ihn nicht.
Sprecht laut! Sprecht klar! Sprecht deutlich!
Verloren ist nur, wem es am Mut gebricht.
Was fürchten wir denn?
Wir müssen sie nicht fürchten, die Fahnen der Verlorenen.
Fürchten sollten wir das verlöschende Licht unserer Zuversicht.
Wir müssen sie nicht fürchten, die Worte voll Verachtung und Hass.
Fürchten sollten wir die Dolche des Hinterhalts, den Opfertod von des Hirten Hand.
So wählt Eure Worte mit Bedacht.
Bedenkt ihre Stärke, bedenkt ihre Kraft.
Verzagt nicht, ruft laut, ruft laut.
Denn die Engel des Herren kannten Schwäche nie.
So betet, betet und ruft sie an, dass sie euch führen im Streit.