Das Kreuz offen tragen

Warum sichtbar sein

Gemeinschaft sichtbar machen – nicht nur glauben, sondern auch leben

Christlicher Glaube ist kein Hobby für die stillen Stunden, keine rein private Herzensangelegenheit. Er drängt zur Gemeinschaft – zum sichtbaren Zeichen, dass wir nicht allein glauben. Das Kreuz um den Hals, das Tischgebet im Restaurant, der Sonntagsgottesdienst mit Freunden: All das sind Zeichen dafür, dass Glaube geteilt wird – und das macht ihn stark.

„Man zündet auch nicht ein Licht an und stellt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, damit es allen im Haus leuchtet.“
– Matthäus 5,15

Wer den Glauben offen lebt, wird angreifbar – aber auch anziehend. Gerade in einer Gesellschaft voller Unsicherheiten kann Sichtbarkeit Orientierung geben. Viele Menschen suchen Halt, wissen aber nicht, wo. Wenn Christen ihr Kreuz offen tragen – im Alltag, in der Schule, am Arbeitsplatz – schaffen sie Anknüpfungspunkte. Das ist keine Mission mit dem Megafon, sondern stille Präsenz. Und genau die fehlt oft. Und macht es nicht auch einfach Freude, mit anderen unterwegs zu sein? Wer seinen Glauben lebt, entdeckt, dass Kirche mehr ist als Institution – sie ist Heimat. In ihr wird gelacht, gestritten, gefeiert, geweint. Wer sichtbar wird, findet schneller Gleichgesinnte. So wird Glaube nicht nur überliefert, sondern gelebt.

„Ein Christ, der allein bleibt, ist ein Christ in Gefahr.“
– Papst Franziskus
Wer sich versteckt, wird auch nicht vermisst. Aber wer sichtbar ist, wird gebraucht – als Teil einer Gemeinschaft, als Stimme, als Mensch. Die Welt braucht Menschen, die zeigen, wofür sie stehen. Und Christen haben allen Grund, nicht zu schweigen. Denn ihre Botschaft ist nicht nur wahr – sie ist auch schön, lebensfroh und befreiend.

Die Freude am Evangelium erfüllt das Herz und das ganze Leben derer, die Jesus begegnen.
– Evangelii Gaudium I
Deshalb: Das Kreuz offen tragen. Nicht als Provokation, sondern als Einladung. Nicht als Reviermarkierung, sondern als Wegweiser. Für dich – und für andere.